Startseite
  Über...
  Archiv
  Titel und Widmung
  Die Idee hinter diesem Blog
  Vorwort
  Teil 1 - Teil 3
  Teil 4 - Teil 9
  Teil 10 - Teil 17
  Teil 18 - Teil 22
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/fortsetzung-folgt

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Teil 10

In sportlicher Hinsicht gelang dann etwas, was kaum einer für möglich gehalten hatte. Sie qualifizierte sich für die Olympischen Spiele und das gleich für zwei Disziplinen. Sie wäre mit zwölf Jahren die jüngste Teilnehmerin aller Zeiten gewesen.

Bei der Qualifikation im Turnen zeigte Kiana einen Sprung, der komplett neu war und als „Kiana-Schneider-Sprung“ in den Katalog aufgenommen wurde. Noch heute ist dieser Sprung der schwierigste bekannte Sprung. Bisher haben erst zwei Menschen ihn bei einem Wettbewerb gezeigt und ihn geschafft: Kiana und ihre Schülerin Kiki. Kiana fand es immer merkwürdig, dass alle ihren Sprung so schwierig einstuften und ihn nicht schafften.

Nur noch kurz Etwas zum Ablauf dieses Sprunges: was ihn so schwierig macht, ist dass er unterteilt ist in drei Turnabfolgen. Er beginnt mit Bodenturnen. Die Aufgabe dieses Teiles ist es Schwung für die folgenden Teile aufzubauen. Am Ende des Teils landet man, wenn man nichts falsch gemacht hat, mit den Händen auf einem Sprungbrett. Von dort springt man mit ein paar Salti und Schrauben auf einen Bock. Dort sollte man auf den Füßen landen. Nun geht es mit ein paar hübschen Bewegungen wieder dem Boden entgegen. Wenn man nun noch auf den Füßen landet und den Sprung steht, dann hat man es auch schon geschafft.

 

Teil 11

Kiana wurde von den Zeitungen gefeiert. Finn natürlich auch, aber seine Teilnahme war bei weitem nicht so spektakulär wie Kianas. Doch dann änderte das olympische Komitee die Regeln. Nun musste man ein Mindestalter von 14 Jahren haben, um an den Spielen teilnehmen zu können. Damit war Kianas Teilnahme geplatzt. Da sie sich aber qualifiziert hatte, versprach ihr das Komitee, das, sollte sie noch mal bei den Spielen teilnehmen wollen, sie an allen Disziplinen teilnehmen kann, an denen sie will, ohne sich vorher qualifizieren zu müssen. Natürlich wurde dieses Versprechen begrenzt, so dass es nur einmal galt, aber Kiana durfte sich aussuchen, bei welchen Spielen sie es einlösen will.

Finn versprach man, dass er mit einer anderen Tanzpartnerin teilnehmen könne ohne sich vorher noch mal qualifizieren zu müssen. Er lehnte jedoch ab. Zum einen reichte die Zeit nicht mehr, um eine neue Choreographie zu lernen und zum anderen (was auch der Hauptgrund war) hatte er mittlerweile Kiana als seine Tanzpartnerin anerkannt und wollte sie nicht einfach (noch nicht einmal für einen einzigen Wettbewerb) ersetzen.

 

Teil 12

Kiana konnte also nicht an den Spielen teilnehmen, war aber bereits von der Uni für diesen Zeitraum entschuldigt. Und es ging ja nicht an, dass sie die Zeit einfach mit nichts tun vertrödelt. Da alle „guten Trainer“ natürlich mit zu den Spielen geschickt wurden, bestand auch nicht die Möglichkeit ein Intensivtraining bei einem der Vereine zu machen. Doch dann kam ein Angebot.

Ein privates Trainingscenter bot ein kostenloses privates Training für Kiana an. Natürlich ging man davon aus, dass dieses Center damit Werbung machen wollte, nahm das Angebot aber an. Kiana sollte drei Monate in diesem Trainingscamp verbringen. Aus diesen drei Monaten wurden allerdings zwei Jahre, in denen Kiana als tot galt.

Davon ahnte damals aber niemand etwas. Domoto sollte während dieser drei Monate wieder zurück nach Japan. Die Beiden tauschten ihre Mailadressen aus, um weiterhin in Kontakt zu bleiben.

 

Teil 13

Das Trainingscamp existierte gar nicht. Das Angebot kam von einer Gruppe, die sich „Centre“ nennt. Diese „Firma“ tarnte sich als Versicherungsunternehmen. In Wirklichkeit jedoch bildete sie so genannte „Pretender“ aus. Diese können, dank einer Besonderheit ihrer DNS, vorgeben alles zu sein, was sie wollen. Sie lernen innerhalb kürzester Zeit. Wir haben zwei solcher Pretender kennen gelernt. Einer von ihnen arbeitete als Arzt, Polizist, Lehrer und in unzähligen anderen Berufen und alle beherrschte er perfekt. In diesem Centre gab es nun einen Mann namens Raines, Dieser hatte den Plan sich eine kleine Armee von Auftragskillern aufzubauen. Durch ihre Olympiateilnahme wurde er auf Kiana aufmerksam. Sie schien die Fähigkeit zu haben sehr schnell auch komplizierte Bewegungsabläufe verstehen und verinnerlichen zu können, da sie ja in mehreren Sportarten erfolgreich war und es Gerüchte gab, dass sie einmal gefochten hatte und dabei direkt den Kreismeister besiegt hatte. Raines dachte sich, dass sie eine gute Auftragskillerin abgeben würde. Sie könnte vielleicht keine so guten Pläne entwickeln, wie der Pretender, den er bereits ausgebildet hatte, war aber um einiges beweglicher und agiler.

Also fingierte er das Trainingscamp. Es sollte lediglich dazu dienen, Kiana entführen zu können. Man holte Kiana ab um sie angeblich ins Trainingscamp zu bringen, brachte sie jedoch an einen ganz anderen Ort. Und noch in derselben Nacht stand das angebliche Trainingscamp in Flammen und alle glaubten, dass Kiana in den Flammen ums Leben kam.

Wir wissen leider nur sehr sehr wenig über die folgenden zwei Jahre. Es ist die Zeit, über die Kiana am wenigsten gesprochen hat. Wir konnten das verstehen und haben nie tiefer gebohrt. Aber das Wenige, das wir wissen, möchten wir hier niederschreiben.

 

Teil 14

Kiana wurde, so wie es Raines Plan gewesen war, zur Killerin ausgebildet. Sie lernte den Umgang mit den verschiedensten Waffen, Bombenbau, Nahkampf, Folter und die mit Abstand schmerzhaftesten Weg einen Menschen zu töten. All das lernte sie widerwillig. Oftmals wurde sie gefoltert. Zwar brachte man ihr im Laufe der Zeit bei, Folter zu widerstehen. Aber man brachte ihr nur bei, bei Folter nichts zu verraten und nicht, wie man den Schmerz abschaltet. Aber auch das lernte sie im Laufe der Zeit. Dafür verwendete sie eine alte Samuraitechnik, die allerdings äußerst gefährlich ist. Denn der Schmerz ist ein Signal des Körpers, das einen davor warnt, den Körper zu stark zu schädigen. Kiana konnte sich in diesem Zustand sämtliche Knochen brechen und hätte es nicht gemerkt.

Im Centre gab es aber auch nette Menschen. Da wären zum einen Sydney, ein Psychologe, der, obwohl er fürs Centre arbeitete, menschlich geblieben war. Und zwei „Mithäftlinge“: Jarod und Kyle. Jarod war ein Schützling von Sydney und, laut Kiana, der begabteste Pretender im gesamten Centre. Kyle war der Pretender, den Raines bereits ausgebildet hatte. Beide hatten früher miteinander trainiert, doch dann brachte Raines Kyle weg und erzählte offiziell, dass er gestorben sei. Kyle erzählte er, dass Jarod gestorben sei. Kiana trainierte nun mit beiden. Sie erzählte ihnen aber nichts vom jeweils anderen, da Raines ihr gedroht hatte und sie keine alten Wunden aufreißen wollte.

 

Teil 15

Kiana verbrachte aber nicht die ganze Zeit im Centre. Nach einiger Zeit voller Training bekam sie Aufträge und sollte Menschen töten. Wie viele Menschen sie damals tötete hat sie uns nie erzählt. Aber wir wissen, dass sie ihre Gesichter nie vergessen konnte und sie manchmal im Traum sah.

An allen Tatorten ließ das Centre die Waffe und eine Blume zurück, Dank der Blume bekam Kiana von Interpol den Spitznamen „Flowers“. Dazu muss man sagen, dass Sonja ihrer Tochter ein Erkennungszeichen verpassen wollte. Sollten Sie sich mal Aufzeichnungen von Wettbewerben, an denen Kiana teilnahm, ansehen, dann können Sie mal darauf achten. Kiana hatte immer eine Blume in irgendeiner Form an ihrem Körper. Sei es nun als Druck auf ihrem Kleid, als Stickerei auf einem Turnanzug oder als Spange im Haar. Dieses Merkmal brachte ihr im Centre den Spitznamen „Blumenprinzessin“ ein.

Flowers wurde schon bald zu einem gefürchteten Killer, über den man rein gar nichts wusste, außer der Tatsache, dass er immer die Waffe und eine Blume am Tatort zurück ließ.

 

Teil 16

Irgendwann übertrieben sie es in einem Maß, das weit über das Bisherige hinausging. Bei einer Folterübung, trieben sie es soweit, dass Kiana immer wieder die Namen Sydney, Jarod und Kyle rief und sie bat, ihr zu helfen. Raines sagte ihr dann, das Kyle tot sei und ihr nicht helfen könne. Das war zu viel für Kiana. Sie gab auf. Sie gab ihren Überlebenswillen auf und ohne Überlebenswillen gab ihr Körper den Kampf auf. Kiana wurde ohnmächtig.

Sie blieb es eine lange Zeit und auch nachdem sie wieder wach wurde, hatte ihr Körper keine rechte Lust und sie war zunächst für Raines’ Zwecke unnütz. Da sich ihr Zustand erstmal nicht änderte, wurde sie für Raines immer uninteressanter und er ließ sie mit der Zeit immer weniger bewachen. Kiana bemerkte dies und schmiedete einen Plan. Sie war sich sicher, dass ihr Körper sich irgendwann wieder erholen würde. Aber Plan war, sich diese Regenration nicht anmerken zu lassen.

 

Teil 17

Für Raines war es eine Schande, dass seine Superkillerin nun unnütz geworden war. Deshalb ließ er sich etwas einfallen, damit sie doch noch nützlich sein konnte. Er hatte schon lange ausprobieren wollen, ob man einem Menschen eine Immunität gegen Gifte und Medikamente antrainieren kann, indem man ihm zunächst geringe Mengen davon verabreicht und diese dann langsam steigert. Kiana schien dafür ein gutes Versuchskaninchen zu sein. Denn auch wenn sie sterben sollte, wäre das kein allzu großer Verlust für das Centre.

Nach etwa einem Jahr, war Kiana schon wieder soweit genesen und ihre Bewachung reduziert, dass sie einen Ausbruchsversuch startete. Auf ihrer Flucht nahm sie auch eine CD mit, auf der ihr Name stand (die sie aber leider ohne das richtige Abspielgerät und ein Passwort nicht anschauen konnte). Zwei Jahre nach ihrer Entführung war Kiana endlich wieder frei. Zumindest war sie nicht mehr eingesperrt. Aber frei von Schuldgefühlen war sie nie wieder.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung